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2026-04-21 14:52:30 +00:00

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Workflows aus Nutzersicht

Diese Seite beschreibt die produktiven Abläufe als Handbuch: welche Entscheidung an welcher Stelle fällt, welche Objekte dabei entstehen (Job, Container, Child-Job) und welche Dateien in welchen Ordnern landen.

Gemeinsame Grundlagen

Statuskette im Normalfall

Medium erkannt -> Analyse -> Metadatenauswahl -> Startbereit -> Rippen -> Mediainfo-Pruefung -> Bereit zum Encodieren -> Encodieren -> Fertig

Abweichungen:

  • bei Blu-ray/DVD mit nötiger Playlistwahl: Mediainfo-Pruefung -> Warte auf Auswahl -> zurück in Mediainfo-Pruefung
  • bei vorhandenem RAW: Startbereit springt direkt in Review/Prüfung ohne neuen Laufwerks-Rip
  • bei Fehler/Abbruch: Fehler oder Abgebrochen mit Wiederanlauf-Aktionen

Job- und Container-Typen

Typ Zweck Was enthält der Typ?
Normaler Disc-Job Einzel-Film oder einzelne Disc RAW-Pfad, Output-Pfad, Logs, Review
dvd_series_container logischer Serien-Container (pro Serie/Staffel) Metadatenanker, aggregierter Status über Kinder
dvd_series_child einzelne Serien-Disc oder Serien-Episode-Job eigentliche RAW-/Encode-Arbeit
multipart_movie_container logischer Multipart-Film-Container Zusammenfassung für mehrere Film-Discs
multipart_movie_child einzelne Disc innerhalb Multipart-Film Disc-spezifische RAW-/Encode-Daten

Wichtig:

  • Container sind primär Ordnungs- und Statusobjekte.
  • Dateien (RAW/Output) hängen an den Child-Jobs.

Workflow A: Film (Blu-ray/DVD)

1) Disc analysieren und Film-Metadaten wählen

  1. Im Ripper Analyse starten.
  2. Im Metadaten-Dialog Film auswählen (OMDb bzw. manuelle Film-Metadaten).
  3. Auswahl übernehmen.

Wirkung:

  • der Job wird als Film-Workflow geführt
  • Film-Fingerprint für Duplikaterkennung wird gebildet (IMDb oder Titel/Jahr)

2) Duplikatfall entscheiden

Wenn Film mit gleichem Fingerprint bereits existiert, gibt es zwei Wege:

  1. Übernahme erzwingen (allow_new): neuer unabhängiger Film-Job
  2. Multipart movie: neuer Job wird mit bestehendem Job in einem Multipart-Container verknüpft

Bei Multipart gilt:

  • beide Discs brauchen unterschiedliche Disc-Nummer
  • gleiche Disc-Nummer blockiert den Vorgang (MULTIPART_DISC_ALREADY_EXISTS)

3) RAW-Verzeichnis entsteht

Ordnername basiert auf Metadaten plus Job-ID:

  • Incomplete_<Titel> (<Jahr>) - RAW - job-<id>

Zustandswechsel des RAW-Ordners:

  • beim Start: Incomplete_...
  • nach erfolgreichem Rip: Rip_Complete_...
  • nach erfolgreichem Encode: Prefix wird entfernt (final)

4) Review und Encode

In Bereit zum Encodieren:

  • Titel wählen
  • Audio-/Subtitle-Spuren festlegen
  • optional User-Preset
  • optional Pre-/Post-Encode-Skripte oder Ketten

Beim Start:

  • temporäre Ausgabe in Incomplete_job-<id>/<Datei>.<ext>
  • nach Erfolg Verschiebung in finalen Zielpfad aus Film-Template

Workflow B: Serie (Blu-ray/DVD)

1) Serienmodus aktivieren

  1. Disc analysieren.
  2. Im Metadaten-Dialog Serienmetadaten wählen (TMDb-basiert).
  3. Disc-Nummer setzen (Pflicht, ab 1).

Wirkung:

  • Workflow-Kind wird series
  • Seriencontainer wird gesucht/angelegt
  • aktueller Job wird als dvd_series_child darunter geführt

2) Seriencontainer und Disc-Konflikte

Beim Speichern wird geprüft:

  • existiert für Serie/Staffel bereits ein Container?
  • existiert in diesem Container bereits dieselbe Disc-Nummer?

Wenn ja, wird blockiert (SERIES_DISC_ALREADY_EXISTS).

3) Serien-RAW-Pfad

Für Serien wird ein eigener RAW-Pfad bevorzugt:

  • Blu-ray: raw_dir_bluray_series (Fallback: raw_dir_bluray)
  • DVD: raw_dir_dvd_series (Fallback: raw_dir_dvd)

RAW-Namensbasis enthält Staffel/Disc (SxDy) und wird ebenfalls mit den Prefix-Phasen geführt:

  • Incomplete_... -> Rip_Complete_... -> final

4) Serien-Review und Episoden-Ausgabe

Beim Review werden Episoden-/Titelzuordnungen genutzt. Je nach Auswahl:

  • Einzel-Episode: Episode-Template
  • Multi-Episode-Titel: Multi-Episode-Template

Ausgabepfad:

  • Root: series_dir_* (Fallback auf movie_dir_*)
  • Dateiname/Unterordner aus Serien-Template

5) Multi-Episode-Disc als Batch

Wenn mehrere Episoden-Titel aus einer Disc encodiert werden:

  • Ripster erzeugt Episode-Child-Jobs
  • der ursprüngliche Disc-Job dient als Batch-Anker
  • RAW-Finalisierung erfolgt erst, wenn alle Episode-Encodes abgeschlossen sind

Workflow C: Multipart-Film

Wann dieser Flow gedacht ist

  • gleicher Film auf mehreren Discs (z. B. Disc 1/Disc 2)
  • Zusammengehörigkeit soll in Historie und Detailansichten sichtbar sein

Ablauf

  1. Film-Metadaten wählen.
  2. Duplikatdialog -> Multipart movie.
  3. Disc-Nummern für bestehenden und neuen Job festlegen.

Wirkung:

  • multipart_movie_container wird angelegt oder wiederverwendet
  • beteiligte Jobs werden multipart_movie_child
  • Container führt gemeinsame Metadaten, Kinder führen je Disc die eigentlichen Artefakte

Workflow D: Vorhandenes RAW / RAW-Import

Fall 1: RAW bereits vorhanden bei Metadatenübernahme

Nach Metadaten-Übernahme erkennt Ripster passende RAW-Ordner und setzt den Job auf Entscheidungsstatus.

Möglichkeiten:

  • vorhandenes RAW weiterverwenden (kein neuer Rip)
  • RAW löschen/ignorieren und neu rippen

Fall 2: Orphan-RAW aus /database

  1. In Database RAW prüfen.
  2. Bei orphan RAW Job anlegen.
  3. Job wird in Historie erzeugt und wie "Disk analysieren aus RAW" weiterverarbeitet.

Workflow E: Nachbearbeitung bestehender Jobs

In Historie (Detaildialog):

Aktion Wirkung
OMDb neu zuordnen Metadaten neu schreiben, Folder-Rename wird best effort angestoßen
Review neu starten Titel-/Spurprüfung aus aktuellem RAW neu aufbauen
RAW neu encodieren Encode erneut aus vorhandenem RAW starten
Encode neu starten letzte bestätigte Review-Einstellungen wiederverwenden
Retry Rippen Rip/Analyse neu starten; alter Job-RAW kann bereinigt werden

Wo landet was? (Artefakt-Matrix)

Artefakt Film Serie Multipart
RAW raw_dir_* bevorzugt raw_dir_*_series pro Child-Job im normalen Film-RAW-Schema
Finale Ausgabe movie_dir_* + Film-Template series_dir_* (Fallback movie_dir_*) + Serien-Templates pro Child-Job normaler Film-Output
Container-Datensatz nein ja (dvd_series_container) ja (multipart_movie_container)
Löschvorschau in Historie einzelner Job oder Related Scope Container-/Child-bezogen mit Pfadauswahl Container-/Child-bezogen mit Pfadauswahl

Queue-Verhalten im Alltag

Die Startfreigabe hängt an vier Settings:

  • Max. parallele Film/Video Encodes
  • Max. parallele Audio CD Jobs
  • Max. Encodes gesamt
  • Audio CDs: Queue-Reihenfolge überspringen

Praxis:

  • Film/Video- und Audio/CD laufen in getrennten Lanes
  • Gesamtlimit begrenzt beide gemeinsam
  • Queue kann neben Jobs auch Skript, Kette, Warten enthalten